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Turmalin


Malachit
Foto von Wikipedia von User Wela49/ Saperaud
Mythologie und Geschichte:
Bernardus Caesius beschrieb den Turmalin mit den Worten: „ein Symbol der Weisheit, die klar ist und allem Unbill des Schicksals widersteht…“

Gefunden wurde der Turmalin wohl schon in der Antike, allerdings verwechselte man ihn dort aber je nach Farbe mit einem anderen Stein.

Laut einer arabischen Überlieferung, soll der Turmalin ein Stein der Sonne sein. Er soll das Herz stärken und vor Alpträume schützen.

Wissenschaftlich ist der Turmalin interessant, weil an ihm zum ersten Mal der pyroelektrische Effekt beobachtet werden konnte. Der pyroelektrische Effekt ist, die Eigenschaft, auf eine zeitliche Temperaturänderung, die Temperaturunterschiede im Material bewirkt, mit Ladungstrennung zu reagieren. Kristalle die diese Eigenschaft besitzen, nennt man pyroelektrische Kristalle. Zu beachten ist dabei, das der Turmalin, genau wie der Quarz schon im vorneherein eine permanente elektrische Polarisation besitzen.

Bildung:
Turmaline entstehen primär in sauren Plutoniten. Weiterhin kann der Turmalin aber auch aus pneumatolytische Verdrängung entstehen.

Fundorte:
Turmalin findet sich in Form prismatischer Kristalle in granitischen Pegmatiten.

Varianten vom Turmalin:


Gesundheitliche Heilwirkung:
Der Turmalin bietet ein großes Spektrum an Heilwirkungen. Deswegen werden bestimmte Wirkungen auf bestimmte Varietäten des Turmalins zugeordnet. Dabei vereinen mehrfarbige Turmaline diese verschiedenen Heilwirkungen.

Psychische Heilwirkung:
Auch bei den seelischen Heilwirkungen verhält es sich ähnlich wie bei den Gesundheitlichen. Beispielsweise regt der Elbait Träume an, während der Indigolith Trauer lösen soll.

Chemische Formel: XY3Z6[(BO3)3Si6O18(OH,F)4], X=(Ca,Na,K,Mn), Y=(Mg,Li,Al,Mn,FeII), Z=(Al,Mg,Ti,Cr,V,FeIII)
Kristallsystem: trigonal
Kristallklasse: ditrigonal-pyramidal
Farbe: farblos, lila, blau, grün, gelb, orange, rosa, rot, braun, schwarz
Strichfarbe: weiß
Mohshärte: 7 bis 7,5
Dichte: 3 -3,2 g/cm3
Glanz: Glasglanz
Spaltbarkeit: undeutlich
Radioaktivität: nicht vorhanden
Magnetismus: nicht vorhanden



Mehrfarbiger Turmalin
Foto von Arpingstone (Adrian Pingstone) / Quelle Wikipedia

Turmalinquarz
Turmalinquarz
Forografiert von Simon Eugster