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Amethyst


Inhalt:

Mythologie und Geschichte:

Der Name Amethyst kommt aus dem Griechischen: amethystos, was auf übersetzt soviel wie unberauscht, dem Rausche entgegenwirkend bedeutet. Man nahm an, unter Berücksichtung der Farbe, dass der Träger eines Amethyst gegen die berauschende Wirkung von Wein immun sei. Weiter behauptete man, dass Wein aus einem Becher aus Amethyst nicht betrunken machen soll. Die Leute erkannten schon zu dieser Zeit, die klärende Wirkung des Steines.

Andere sind davon überzeugt, dass der Name Amethyst eine göttliche Herkunft besitzt. So soll der Gott des Weines, Bacchus, ein junges Mädchen so sehr erschreckt haben, dass dieses zu Kristall erstarrte. Nachdem der Gott daraufhin seufzte und so sein Atem der Stein berührte, färbte sich der Kristall purpur wie die Farbe des Weines. Der Amethyst ist deshalb auch unter der Bezeichnung Bacchusstein bekannt.

Überhaupt ranken sich unzählige Legenden und Mythen um den Amethyst. So sollen dem Amethyst Fähigkeiten zugeschrieben werden, die vor böse Gedanken, Zauberei und Heimweh schützen sollen.

Auch berühmte Persönlichkeiten, ließen sich über den Amethyst aus. So meinte Konrad von Megenberg in seiner deutschen Naturgeschichte: "Der Amethyst ist einer von zwölf auserwählten Steinen der Apokalypse". Bei Plinius ist zu lesen, dass der Amethyst vor Schlangenbiss schützen soll. Selbst der biblische Moses beschrieb den Amethyst als Sinnbild für Gottes Geist im Ornat des jüdischen Hohenpriesters. In der Offenbarung 19-20 gilt der Amethyst als letzter der zwölf Grundsteine der Jerusalemer Stadtmauer: "Und die Grundsteine der Mauer um die Stadt waren geschmückt mit allerlei Edelsteinen. Der erste Grundstein war ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd, der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Sarder, der siebente ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwölfte ein Amethyst.

Wie dem auch sei, es ist unbestritten, dass der Amethyst mit seiner verführerischen Farbe den Menschen schon seit Jahrhunderten begeistert.

Gewusst: Amethyst und Onyx sind die Monatssteine/Geburtssteine für den Monat Februar.


Amethyst mit Strukturformel im Naturkundemuseum Karlsruhe
Amethyst mit Strukturformel im Naturkundemuseum Karlsruhe

Bildung:

Der Amethyst ist eine violette Varietät des Minerals Quarz und entsteht primär sprich hydrothermal bei einer Temperatur zwischen 100° und 250° C. Seine atemberaubende Farbe erhält der Amethyst durch Spuren von Eisen.

Achtung vor der Bezeichnung grüner Amethyst. Hier handelt es sich um den Stein Prasiolith (auch Grünquarz oder Vermarin genannt). Der Name täuscht ein wenig, denn in der Natur ist er nur selten zu finden. Stattdessen wird er vor allem durch das Brennen aus Amethyst oder gelbem Quarz hergestellt. Wo Amethyst drauf steht, muss also nicht zwangsläufig auch Amethyst drin sein.

Zu einer Amethyst-Druse kommt es wenn ein Hohlraum mit Amethyst-Kristallen ausgekleidet wurde.

Fundorte:

Amethyst-Vorkommen gibt es in Brasilien, Uruguay, Madagaskar, Russland, Österreich (Maissau) und Sri Lanka.

Die schönsten Amethyst-Drusen kommen aus Brasilien.

Heilwirkung

Der Amethyst reinigt Körper und Seele. Nachfolgend findet man die Wirkung des Heilsteins.

Körperliche Heilwirkung

Wie viele Heilsteine auch, wirkt der Amethyst schmerzlindernd. Er unterstützt die körperliche Regeneration, sodass Krankheiten schneller über werden können. Auch bei Hautkrankheiten, wie beispielsweise Akne, soll der Amethyst helfen. Davon ging zumindestens schon Hildegard von Bingen aus. Gegen einen Vollrausch bzw. einen Kater nach einer durchzechten Nacht hilft der Amethyst übrigens nicht. Hier irrten die alten Griechen ausnahmsweise einmal.

Psychische Heilwirkung:

Mit dem Amethyst, kann der Träger Trauer besser überwinden. Außerdem soll der Amethyst gegen Alpträume wirken. Bevor man einschläft, soll man deshalb den Amethyst unter das Kopfkissen legen, damit er Alpträume „verjagen“ kann. Generellwird dem Amethyst eine reinigende Wirkung zugeschrieben. So hilft er nicht nur gegen Trauer, sondern auch gegen Ängste, Kummer und negativen Energien.

Entladung und Wiederaufladung

Zum Entladen des Amethyst legt man den Heilstein einfach über mehrere Stunden in sauberes Wasser. Aufgeladen werden kann der Amethyst anschließend über Sonnenlicht. Aber Achtung, die Aufladung sollte nicht über direkte Sonneneinstrahlung durchgeführt werden. Auch sollte man den Stein nicht länger als eine halbe Stunde aufladen. Ansonsten kann er nämlich seine natürliche Farbe verlieren. Am besten lädt man den Heilstein in einer Amethystdruse auf. Trägt man den Amethysten als Schmuck direkt am Körper, dann lädt er sich automatisch durch das Tageslicht auf.

Amethyst kaufen

Amethysten gibt es bei jedem Edenstein- bzw. Mineralienladen zu kaufen. Auch im Internet findet man vom Stein bis hin zu Amethysten-Schmuck alles. Ich kann an dieser Stelle immer nur auf Amazon verweisen, wo man eine sehr große Auswahl an Amethysten kaufen kann. Dort findet man sowohl vom Schmuck (Bijouterie), wie beispielsweise Anhänger, Halsketten, Armbänder oder Ohrringe, auch ganze Steine (Trommelsteine) oder Teilstücke, wie beispielsweise natürliche Amethyst Drusensegmente. Der wohl größte Online-Versandhändler auf der Welt glänzt aber nicht nur mit einer sehr großen Auswahl, sondern auch mit eine schnellen Versandt und im Fall der Fälle einer sehr guten Reklamationspolitik. Man muss nämlich wissen, dass Amazon nicht die ganzen Amethysten selbst verkauft, sondern den eigenen Online-Shop fremden Edelstein- und Mineralienhändler öffnet, die darüber die Steine verkaufen können.
Achtung: Wird der Amethyst dem Einfluss von Sonnenlicht ausgesetzt, dann kann er schnell seine natürliche Farbe verlieren. Er sollte deshalb nach Möglichkeit keiner direkten UV-Bestrahlung ausgesetzt sein.

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Eigenschaften

Chemische Formel: SiO2+(Al, Fe, Ca, Mg, Li, Na)
Kristallsystem: trigonal
Mineralklasse: Oxide
Farbe: violett, teilweise fleckig-trüb, farblos-violett
Strichfarbe: weiß
Mohshärte: 7
Dichte: 2,65 g/cm3
Glanz: Glas- bis Fettglanz
Spaltbarkeit: keine
Radioaktivität: nicht radioaktiv
Magnetismus: nicht magnetisch