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Entstehung der Mineralien


Aus was und wie entstanden Mineralien? Diese Fragen werden oft gestellt. Um sie beantworten zu können muss man reisen, weit zurück in die Vergangenheitů

Bei der Entstehung von Mineralien muss man unterscheiden zwischen der Primären, der Sekundären und der Tertiärenbildung. Doch egal ob nun primär, sekundär oder tertiär, bei jeder Bildungsform gab es zuerst einmal das Magma.

Magma heißt die Masse aus Gesteinsschmelze, die in Teilen des oberen Erdmantels und der tieferen Erdkruste vorkommt. Vergleichen wir die Erde mit einem Apfel, so ist die Schale unsere feste Erdkruste, auf der wir leben. Darunter befindet sich immer noch die rot glühende heiße Lava. Doch diese Lava ruht nicht, sie ist vielmehr ständig in Bewegung. Vulkanausbrüche und Erdbeben sind die Resultate dieser Bewegungen.

Schauen wir uns nun mal die verschiedenen Entstehungsweisen an. Beginnen wir mit der primären Bildung von Mineralien.

Primäres Bildungsprinzip:

Als Ausgangspunkt dient das Magma, es beinhaltet Stoffe, die durch die enorme hohe Temperatur flüssig sind. Kühlt nun das Magma ab, beginnen sich einige dieser Stoffe abzuschneiden. Besteht das Produkt nach dem Abkühlen aus einem einheitlichen Stoff, spricht man von einem Mineral. Ist das Endprodukt aber aus einem Stoffgemisch, spricht man von einem Gestein. Dieser Unterschied ist für das spätere Verständnis sehr wichtig. Die Größe der dabei entstandenen Kristallen ist davon abhängig, wie schnell das Magma abkühlt oder wie lange das Mineral zum Wachsen Zeit hat. Die Gesteine und Mineralien die primär entstanden sind werden Magmatite oder auch Primär-Gesteine genannt. Durch die Unterscheidung zwischen Vulkanite und Plutonite, wissen Mineralogen wo die Mineralien/Gesteine entstanden sind. Kurz gesagt werden Vulkanite an der Erdoberfläche gebildet, während Plutonite in der Tiefe entstanden sind. Bei Plutonite unterscheidet man zu dem noch zwischen: liquidmagmatisch, pneumatolytisch und hydrothermal.

Das primäre Bildungsprinzip ist recht einfach zu erklären, denn man könnte kurz gesagt einfach es dadurch erklären, dass sich Flüssigkeit (Magma) verfestigt. Da Magma aber nicht immer gleich ist, sprich aus unterschiedlichen Mineralstoffen besteht, kommen Mineralien an unterschiedlichen Orten vor. Doch nicht nur die Mineralstoffe bestimmen das Ausgangsprodukt, auch Hitze und Druck sowie weiter äußere Einflüssen kommen zur Geltung.

Nun zum sekundären Bildungsprinzip von Mineralien.

Sekundäres Bildungsprinzip:

Auch dieses Bildungsprinzip kann man schnell erklären. Das sekundäre Bildungsprinzip ist eigentlich nichts anderes als Verwitterung und Ablagerung. Was aus diesen Ablagerungen dann letztendlich entsteht, wird stark von der Natur beeinflusst. Doch woher kommen diese Ablagerungen und aus was bestehen sie? Schon feste Strukturen, wie z.B. Bergen, werden im Laufe der Zeit brüchig. Durch Umwelteinflüsse, z.B. der Wind oder das Wasser, werden nun diese brüchige Teile fortgespült/fortgetragen. Irgendwo sammeln sie sich dann wieder und bilden dann neue Gesteine. Diesen Vorgang nennt man Sedimentation

Wir kommen jetzt zum letzten Bildungsprinzip, dem tertiären Bildungsprinzip.

Tertiäres Bildungsprinzip:

Das tertiäre Bildungsprinzip ist eigentlich das erstaunlichste. Den durch eine Umwandlung eines bestehenden Gesteins wird ein neues erschaffen. Diese Umwandlung bzw. Umbildung wird in der Fachsprache Metamorphose (Gestaltwandlung) genannt. Die Metamorphose kann nur dann entstehen, wenn Mineralien entweder unter hohem Druck stehen oder eine hohe Hitze auf sie einwirkt. Dabei werden bestimmte Stoffe aus dem Mineral herausgequetscht/herausgedrückt. Aus diesen Mineralstoffen entsteht dann ein neues Mineral, das mehr Widerstand gegen den einwirkenden Druck oder der Hitze bieten soll. Dieses neue Mineral wird dann Metamorphite oder auch Tertiär-Mineral genannt.