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Achat - Edelstein


Der Achat ist nicht nur wegen seiner rhythmischen Kristallisation ein echter Hingucker unter den Edelsteinen. Nachfolgend erfährst du mehr darüber, was ein Achat ist, wo man Achate findet, welche Arten von Achaten es gibt oder auch welche Wirkung ein Achat auf Körper und Seele hat.
Inhalt:

Mythologie und Geschichte:

Gefunden wurden angeblich die ersten Achate im Fluss Achates (heute Drillo, Carabi oder Canitello genannt) nähe des Ortes Acate, im heutigen Sizilien. Die endgültige Namensgebung soll aber auf den Schüler des Aristoteles, Theophrastos von Eresos, zurückzuführen sein. Der Achat gehört zu den ältesten Edel- und Heilsteinen der Welt. In der Bibel wird er das erste Mal im 2. Buch Mose, 28, 17-20 erwähnt. Dort wird die Brusttasche für die Losentscheidungen des hohen Priesters beschrieben:
"Und du sollst sie besetzen mit vier Reihen von Steinen. Die erste Reihe sei ein Sarder, ein Topas und ein Smaragd,
die andere ein Rubin, ein Saphir und ein Diamant, die dritte ein Lynkurer, ein Achat und ein Amethyst, die vierte
ein Türkis, ein Onyx und ein Jaspis; in Goldgeflecht sollen sie gefasst sein."

Auch in der Antike waren Achate, vor allem durch ihre große Farbvielfalt sehr beliebt. Es wurden Gemmen (Edelsteine), Ringe und Gefäße gefertigt. Achat-Amulette z.B. sollten vor Blitz, Sturm und Durst helfen. Egal welches Volk, ob Ägypter, Griechen oder später auch die Römer, alle wurden in den Bann des Achaten gezogen, und verbesserten im Laufe der Zeit die Verarbeitungen, sodass wunderschöne Stücke entstanden. Noch heute können einige Exemplare in Museen in Paris und Athen bewundert werden. Anfang des 19. Jahrhunderts gab es schon eine richtige Achatindustrie, der immer mehr Bedeutung zukam. Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts kam es dann noch einmal zum Aufschwung. Weiterhin waren Achate in Mode. 1813 entdeckte man, wie man durch das Brennen der Achate ihre Farbe beeinflussen und bestimmen konnte. Als dann 1819 ein Idarer Handelsmann das Geheimnis des Schwarzfärbens in seine Heimat brachte, entwickelte sich die Färberei der Achate sehr schnell. Das war einer der Hauptgründe für das weitere Aufblühen der Achatindustrie. Der Achat führt seinen Siegeszug auf der westlichen Welt unbeirrt weiter. Der Gipfel dieses triumphalen Durchmarsches stellte aber eine kleine Stadt in der heutigen Rheinland-Pfalz dar.

1834 kamen nämlich die ersten Achate in das kleine Städtchen Idar-Oberstein. Durch den Achat kam Idar-Oberstein zu Wohlstand und Ansehen. Immer noch gehört der Achat zu einem der beliebtesten Heil- und Schmucksteine der Welt.

Bildung:

Entstehungsorte von Achaten sind vulkanische Gebiete. Dort entstehen sie nämlich, wenn beim Abkühlen von Lava sich Gasblasen und Hohlräume bilden. Werden diese dann noch mit Kieselsäure und wässrigen Lösungen aufgefüllt, entsteht nach dem Abhärten und Rauskristallisieren ein Achat. Die Farbvielfalt entsteht durch Beimengungen von Eisen, Chrom, Mangan und anderen Metallen.

Fundorte:

In Deutschland findet man den Achat in Glashütten, Idar-Oberstein (fast aufgebraucht) und Schöngleina/Thür. Weiter tauchen Achate in Rio Grande do Sul in Brasilien, Jemen, Mongolei, Sizilien, Australien, Böhmen in Tschechien, Uruguay, USA und in Monte Tondo bei Vicenza auf. Gerade in ehemaligen vulkanischen Gebieten, kann man immer wieder einen Achat antreffen.

Arten von Achate:

Nachfolgend werden die verschiedene Achat Arten kurz aufgelistet:

Heilwirkung

Die Heilwirkung des Achats war schon Hildegard von Bingen bewusst. Sie beschrieb die Nutzung des Achats als Heilstein in ihrem "Buch von den Steinen". So sollte der Stein seine Heilwirkung vor allem bei Kontakt mit Gift von Spinnen und Schlangen entfalten. Darüber hinaus soll der Onyx (Achat) in Kombination mit Wein bei Augenbeschwerden helfen.

Heutzutage soll der Achat als Heilstein vor allem eine innere Balance herstellen. Dies gelingt in dem er seine Heilwirkung durch das Fernhalten und das Umwandeln von negativer Energie entfaltet. Durch diese Heilwirkung stärkt der Achat das Selbstbewusstsein und das eigene Wohlbefinden. Er steigert damit das Selbstvertrauen, den Optimismus und sorgt für einen Abbau von Ängsten und Albträumen. Damit ist der Achat auch bei seelischen Problemen ein richtiger Heilstein.

Der Achat entfaltet seine Heilwirkung vergleichsweise langsam. Dann aber mit einer umso größeren Kraft.

Achat kaufen

Achate gibt es bei jedem Mineralienhändler zu kaufen. Auch im Internet kann man Achate ohne Probleme kaufen. Nachfolgend möchte ich ein paar Fundstellen aufzeigen, wo man Achate kaufen kann

Achat Stein

Achate gibt es als ganze Steine in den verschiedensten Formen und Farben zu kaufen. Auf Amazon habe ich beispielsweise blaue Achate für unter 5 Euro gefunden. Wer nicht unbedingt einen Achat als Trommelstein, also als geschliffener Schmuckstein, kaufen möchte, der sollte sich mal ebenfalls auf Amazon auch ein Achat Geode Paar aufgeschnitten kaufen. Überhaupt findet man Achate häufig in Scheiben geschnitten zum Kaufen. Hier kommt insbesondere ihr Schnittmuster sehr zur Geltung.

Achat Kette

Häufig zu finden sind Achate auch als Ketten. Kein Wunder, wird Achaten doch eine gewisse Heilwirkung zugeschrieben. Auf Amazon habe ich beispielsweise diese wunderschöne lila Achat Halskette gefunden. Ist auch wirklich ein schönes Geschenk. Neben diesen Achatscheiben-Anhänger findet man auch Ketten mit ganzen Achat Steinen beim wohl größten Versandhändler der Welt. Und das alles für sehr geringe Preise. Wer auf etwas hochwertigeren Achat Schmuck steht, der sollte einmal bei vorbeischauen.

Eigenschaften:

Chemische Formel: SiO2
Kristallsystem: trigonal
Kristallklasse: 32 (Quarz)
Farbe: weiß, grau, blau, schwarz, undurchsichtig, glasglanz
Strichfarbe: weiß
Mohshärte: 6,5
Dichte: 2,6 -2,8 g/cm3
Transparenz: undurchsichtig, dünn durchscheinend
Spaltbarkeit: keine
Radioaktivität: nicht vorhanden
Magnetismus: nicht vorhanden



Achat
Ein wunderschöner Achat
Quelle: wikipedia.de von Benutzer Ligar

Moosachat
Moosachat
Quelle: wikipedia.de von User Arpingstone (Adrian Pingstone)

Achat sardonyx
Achat sardonyx
Quelle: MarianSz, Achat, CC BY-SA 3.0

Quellen und Verweise