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Türkis


Mythologie und Geschichte:
Der Namen des Türkises leitet sich vom französischen Wort pierre turquoise ab, das übersetzt „türkischer Stein“ bedeutet. Das ganze war aber ein Missverständnis, denn nicht in der Türkei sondern im Iran wurden angeblich die ersten Türkise gefunden. In der Türkei handelte man nur als erstes mit diesen Steinen. Bei vielen Völkern und Kulturen galt der Türkis als Schutzstein, der den Träger gegen böse Zauber schützen sollte. Zu dem glaubte man, der Türkis verleihe Kraft, schenkt Gesundheit und Lebensfreude. Legenden nach, sollte der Türkis durch die Veränderung seiner Farbe, seinen Besitzer vor drohendem Unheil gewarnt haben. Gerade durch seine außergewöhnliche Farbe zog er etliche Völker in den Bann. Mit einem Türkis schmückten sich beispielsweise Herrscher der Atzteken, Pharaonen im alten Ägypten, persische Eroberer oder auch Adlige in China seit der letzten Shang Dynastie.

Wie der Achat gehört auch der Türkis zum „Panzers der Gerechtigkeit“ im Buch Exodus (Exodus 28:15–30)
„Und du sollst sie besetzen mit vier Reihen von Steinen. Die erste Reihe sei ein Sarder, ein Topas und ein Smaragd, die andere ein Rubin, ein Saphir und ein Diamant, die dritte ein Lynkurer, ein Achat und ein Amethyst, die vierte ein Türkis, ein Onyx und ein Jaspis; in Goldgeflecht sollen sie gefasst sein.“

Bildung:
Der Türkis entsteht sekundär. Wirken kupferartige Lösungen auf aluminiumphosphatreiche Gesteine, entsteht der Türkis. Dies geschieht oft, als Überzüge und bei Kluftfüllungen.

Fundorte:
Obwohl schon vor etwa 2000 Jahren der erste Türkis im Iran gefunden wurde, stellt er heute immer noch einer der wichtigsten Türkis Lieferanten auf der Welt da. Hier werden die schönsten Türkise gefunden. Weiterhin findet man den Türkis noch in den USA (Arizona, Kalifornien (Landkreise San Bernardino, Imperial, und Inyo), Colorado (Landkreise Conejos, El Paso, Lake, und Saguache), New Mexico (Landkreise Eddy, Grant, Otero, und Santa Fe) sowie Nevada), auf der Sinai-Halbinsel oder auch in China.

Fälschungen:
Fälschungen greifen um sich und machen auch nicht vor Mineralien halt. So gehört der Türkis zu einem interessanten Ziel von Fälschern. Dabei sind die Imitate den Originalen so ähnlich, das sich selbst Experten schwer tun. Angefangen haben soll das schon zur Zeiten der alten Ägypter. Diese hatten mittels des glasierten Tonprodukts Fayence künstlichen Türkis hergestellt.

Gesundheitliche Heilwirkung:
Der türkis ist ein sehr starker Stein. Er lindert Magenbeschwerten, Rheuma oder auch Virusinfektionen. Zu dem hilft er beim Wachstum, erhöht die Muskelkraft und steigert die Regenerationsfähigkeit.

Psychische Heilwirkung:
Der Türkis stärkt einen bei Müdigkeit, Niedergeschlagenheit und Erschöpfung. Bei extremen Stimmungsschwankungen gleicht der Türkis diese natürlich aus.

Chemische Formel: CuAl6(PO4)4(OH)8•5H2O
Kristallsystem: triklin
Farbe: blau, blau-grün, grün
Mohshärte: 5 bis 6
Dichte: 2,6 - 2,9 g/cm3
Lösbarkeit: lösbar in erhitzter Salzsäure
Glanz: wachsartig
Spaltbarkeit: Gut bis perfekt, normalerweise
Radioaktivität: nicht vorhanden
Magnetismus: nicht vorhanden